Linux für JEDEN Computer?

Ich bin TUX, das Linux-Maskottchen

Ist Linux interessant für JEDEN Computer?
JA! JA! JA!

JA! Linux läuft fast jedem Computer, auch auf älteren.
JA! Linux hat hohe Standards für Sicherheit und Datenschutz.
JA! Linux und dessen Standardprogramme sind kostenlos.

Zusammenfassung

Linux ist ein Computer-Betriebssystem wie Windows (Microsoft), MacOS (Apple) oder ChromeOS (Google). In diesem Artikel wird untersucht, ob Linux für jeden privaten Computer einsetzbar ist.

Ein Motiv für die Verwendung von Linux sind die Vorteile:
Linux läuft fast jedem Computer, auch auf älteren.
Linux hat hohe Standards für Sicherheit und Datenschutz.
Linux und dessen Standard-Programme sind kostenlos.

Linux kann grundsätzlich auf jedem Neu-Computer installiert werden, der für Windows geeignet ist.

Ein weiteres Motiv ist das Altgeräte-Problem: Windows erklärt weltweit Millionen von Computern für „ungeeignet“ für Windows 11. Was soll man mit den guten alten Geräten tun? Ein ähnliches Problem betrifft Alt-Laptops und Alt-PCs von Apple, die nicht mehr mit Updates versorgt werden.

Die Lösung: Linux ist grundsätzlich auf Altgeräten mit Intel- oder AMD-Prozessor installierbar. Damit kann zahllosen Altgeräten ein neues Leben geschenkt werden.

Schließlich wird dargestellt, dass es für die private Nutzung eine Vielzahl von Linux-Programmen und eine von Windows und MacOS gewohnte Arbeitsoberfläche gibt.

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Inhalt

  • Was ist Linux?
  • Warum überhaupt Linux auf einem Computer?
  • Linux für Neugeräte
  • Das Altgeräte-Problem
  • Die Lösung: Linux für Altgeräte
  • Mini-PCs / Desktop-PCs
  • 2-in-1 / Laptops
  • Tablets
  • Wie ist denn Linux bedienbar?

Was ist Linux?

Linux ist kein Fußballverein, sondern ein Computer-Betriebssystem wie Windows (Microsoft), MacOS (Apple) oder ChromeOS (Google).

Linux läuft auf über 90% der Top-500-Supercomputer und auf über 60% der professionellen Server. Zitat: „Diese hohe Nachfrage ist auf die Vorteile des Produkts zurückzuführen, darunter OpenSource, niedrige Kosten, starke Leistung, Kompatibilität und Sicherheit.“

Bisher ist es im privaten Bereich mit etwa 5% verbreitet, weil nahezu alle neuen Computer mit einem vorinstallierten Windows oder iPadOS / MacOS oder Android / ChromeOS ausgeliefert werden. Wäre denn Linux für jeden privaten Computer einsetzbar?

Warum überhaupt Linux auf einem Computer?

Linux läuft auf fast jedem Computer, auch auf älteren

Linux ist sehr genügsam und braucht für flottes Arbeiten erheblich weniger Prozessorleistung, Arbeitsspeichergröße und Festplattenplatz. Deshalb läuft Linux auch auf älteren Computern, die Microsoft für „ungeeignet für Windows 11“ erklärt, obwohl sie mit Windows 10 gut zurecht kamen.

Linux hat hohe Standards für Sicherheit und Datenschutz

Sicherheit der Hardware vor Missbrauch als E-Mail-Verteiler, Server-Angreifer oder Krypto-Miner. Sicherheit von Betriebssystem und Programmen vor Manipulation zu Betrug oder Erpressung. Sicherheit der Daten vor Änderung, Löschung oder Verschlüsselung.

Linux trennt zwischen Administrator und Benutzer.
Linux macht Updates nicht nur für das Betriebssystem, sondern gleichzeitig für die Programme.

Zugegeben, 100% Sicherheit gibt es nicht. Aber, es ist ein Unterschied, ob es über eine Milliarde Schadprogramme für Windows gibt, oder nur wenige für Linux.

Datenschutz bedeutet hier Schutz der persönlichen Daten und Dateien vor unerwünschtem Abgriff durch Betriebssystem, Internet-Browser, E-Mail-Programm, Office-Programm und Cloud-Speicher durch Microsoft, Apple und Google.

Linux als Betriebssystem und die Standardprogramme greifen keine Daten ab. Linux ist OpenSource, das heißt, der Quellcode ist einsehbar und prüfbar.

Linux und dessen Standardprogramme sind kostenlos

Keine Lizenzkosten, keine Abos.

Linux für Neugeräte

Nahezu alle neuen Computer, sei es Mini-PC / Desktop-PC oder 2-in-1 / Laptop oder Tablet werden mit einem vorinstallierten Betriebssystem wie Windows (Microsoft), iPadOS/MacOS (Apple) oder Android/ChromeOS (Google) ausgeliefert.

Linux läuft stabil und schnell auf fast allen Computern, auf denen Windows läuft. Bei ganz neuen Computern ist es ratsam zu prüfen, ob sie Linux-tauglich sind, weil die Hersteller in erster Linie Windows-kompatible Treiber ausliefern und Linux erst später berücksichtigen.

Das Altgeräte-Problem und die Lösung: Linux

Windows erklärt per Stand 2025/2026 weltweit Millionen von Computern zu Elektroschrott, weil sie für Windows 11 „nicht geeignet“ sind. Man kann auf diesen Computern Windows 10 weiter nutzen, aber es bekommt keine Updates mehr und gilt deshalb als unsicher.

Ein ähnliches Bild ergibt sich für die teuren Apple-Geräte. Sie bekommen 7 Jahre Updates. ChromeOS nennt 10 Jahre, allerdings ist manchmal unklar, ab wann die 10 Jahre beginnen.

Was soll man mit den guten Altgeräten machen?

Linux kann nicht auf jedem Altgerät installiert werden, aber auf sehr vielen, insbesondere auf ehemaligen Windows- und MacOS-Computern mit Intel- oder AMD-Prozessoren. Und das sind mehr als 90% aller Altgeräte. Bei Altgeräten mit ChromeOS kann man es versuchen, aber meist lohnt sich der Arbeitsaufwand nicht. Im folgenden werden nur die Computer-Arten beschrieben, bei denen eine Umstellung auf Linux aussichtsreich ist.

Mini-PCs / Desktop-PCs

Mini-PCs sind relativ kleine aber dennoch leistungsfähige Computer, die beispielsweise auf der Monitor-Rückseite befestigt werden können. Desktop-PCs sind die bekannten schwarzen Kisten, die man lieber unter den Tisch stellt. Sie sind groß, haben aber den Vorteil, dass man sie gut erweitern und mit hoher Leistung betreiben kann. Die Bildschirmgröße ist durch den externen Monitor bestimmt. Die Bedienung erfolgt über Tastatur und Maus. Einsatz: Internet, E-Mail und Medienkonsum – Büroprogramme – je nach Leistung Medienbearbeitung und Gaming.

Mini-PCs / Desktop-PCs mit Windows sind ein Volltreffer für Linux! Der Autor hat schon zahlreiche PCs von unterschiedlichen Herstellern auf Linux umgestellt. Und die Benutzer haben gesagt: „Der ist ja wieder richtig flott.“ Ein neues Leben für ein gutes altes Gerät.

Mini-PCs / Desktop-PCs von Apple mit Intel-Prozessor hat der Autor mangels Testgeräte nicht erprobt. Es wird jedoch erwartet, dass dies ebenso wie bei Laptops funktioniert.

2-in-1 / Laptops

2-in-1 / Laptops sind mobil. Die Bildschirmgröße von 10“ bis 17“ lässt eine produktive Arbeit zu. Eine Tastatur, meist mit Mousepad, ist auch vorhanden. Einsatz: Internet, E-Mail und Medienkonsum – Büroprogramme – je nach Leistung Medienbearbeitung bis leichtes Gaming. 2-in-1-Computer sind entweder
– Detachables, das heißt, der Bildschirm ist abnehmbar und wie ein Tablet zu bedienen oder
– Convertibles, das heißt, der Bildschirm ist bis 360° drehbar und wie ein Tablet zu bedienen mit einer Tastatur auf der Rückseite.
Laptops werden oft auch Notebooks oder Ultrabooks genannt.

2-in-1 / Laptops mit Windows sind ein Volltreffer für Linux! Der Autor hat schon zahlreiche Laptops von unterschiedlichen Herstellern auf Linux umgestellt. Und die Benutzer haben gesagt: „Der ist ja wieder richtig flott.“ Ein neues Leben für ein gutes altes Gerät.

Laptops von Apple mit Intel-Prozessor sind ein Volltreffer für Linux! Dem Autor ist es ohne großen Aufwand gelungen, ein MacBook Air von 2014 auf eine SSD umzustellen und Linux zu installieren. Ein neues Leben für ein schönes altes Gerät.

Tablets

Tablets sind klein, leicht und mobil. Die Bildschirmgröße von 8“ bis 13“ kommt einem Laptop schon nahe und auch die Bildschirm-Tastatur ist einigermaßen bedienbar. Gegebenenfalls kann man eine Bluetooth-Tastatur mit Mousepad anschließen. Nutzung: Internet, E-Mail und Medienkonsum.

Tablets mit Windows und Intel-Prozessor sind ein Volltreffer für Linux! Geeignet sind insbesondere Microsoft Surface Pro (ab 2013), Microsoft Surface Go (ab 2018). Sie haben eine Touch-Oberfläche und die zugehörige Tastatur.

Wie ist denn Linux bedienbar?

Antwort für einen ehemaligen Windows-Computer: Wie Windows.
Antwort für einen ehemaligen Apple-Computer: Sehr ähnlich wie MacOS.

Unter Linux ist es einfach, die Arbeitsfläche (Desktop) so zu gestalten, dass sie aussieht wie Windows oder MacOS. Und es gibt vorbereitete Installationsmedien, die nur wenige Anpassungs­arbeiten wie WLAN, Drucker und E-Mail erfordern.

Die Programme heißen anders, beispielsweise LibreOffice statt Microsoft-Office, aber es können dieselben Symbole eingestellt werden. Ein wenig Umgewöhnung muss sein, aber das ist auch von Windows 10 auf Windows 11 so.

Übrigens: Wer unbedingt genau seine Adobe-Programme wie Photoshop, Premiere, Illustrator usw. braucht, möge bei seinem bisherigen Betriebssystem bleiben und alle 5 bis 7 Jahre erneut einige Hundert bis ein paar Tausend Euro investieren. Aber für die private Nutzung gibt es bei Linux ähnliche Programme, in die man sich dann einarbeiten muss.

Ein wichtiger Unterschied besteht: Änderungen am System beispielsweise bei Updates oder Programm-Installationen erfordern die Eingabe des Administrator-Passworts. Das einfache Klicken auf „Ja“ wie bei Windows genügt nicht, weil unter Linux Benutzung und Administration streng getrennt sind.

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Kategorisiert als Linux

USB-Banking-Stick

Microsoft hat gemeldet: „Windows 10 bekommt ab 14.10.2025 keine Sicherheitsupdates mehr“. Wenn Windows keine Sicherheitsupdates mehr bekommt, gilt es als unsicher und angreifbar. Natürlich kann man es weiterhin einsetzen, solange es funktioniert. Man sollte es allerdings nicht mehr für Geldangelegenheiten verwenden wie Online-Banking, -Shopping, Kreditkarten- und Zahlungs-Verwaltung.

Viele Benutzende wollen bei Windows 10 und bei ihrer „alten“ Hardware bleiben, brauchen aber für ihre Online-Geschäfte ein System, was weiterhin Sicherheitsupdates bekommt.

Eine Möglichkeit ist:

  • Der Computer bleibt bei Windows 10, solange er funktioniert.
  • Für Geldangelegenheiten wird ein USB-Banking-Stick mit einem angepassten Linux-Betriebssystem eingesetzt.
  • Der Computer wird so eingestellt, dass er mit Windows 10 startet, wenn der USB-Banking-Stick nicht angeschlossen ist. Wenn der USB-Banking-Stick angeschlossen ist, startet der Computer vom USB-Stick.

Die Bedienung des angepassten Systems ist ähnlich wie bei Windows. Lediglich bei den Updates ist die Eingabe eines Passworts erforderlich. Man kann davon ausgehen, dass ein USB-Stick schneller als eine magnetische Festplatte, aber nicht ganz so schnell wir eine interne SSD ist.

Mit dem USB-Banking-Stick sind auch Online-Shopping und andere Online-Vorgänge möglich. Er funktioniert mit und ohne SecureBoot und kann individuell angepasst werden.

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Kategorisiert als Linux, Windows

Neues Leben für ältere Hardware

Ältere Hardware

HP Pro Tablet 408 G1, ein Handheld-Computer aus dem Jahr 2015 mit Windows 8.1 Pro. Das Gerät hat gebraucht 35 Euro gekostet zzgl. 4,90 Euro Versand.
Abmessungen: 22 x 1 x 14 cm Gewicht: 400 g
CPU: Intel Atom-Z3736F 4C4T
RAM: 2 GB / eMMC: 32 GB
erweiterbar mit microSD-Karte
WLAN Bluetooth, 1 x USB2.0
1 x Audio 3,5 mm, 1 x HDMI

Was kann man damit tun?

  • Man kann das Windows 8.1 verwenden. Aber es ist veraltet und bekommt schon lange keine Updates mehr.
  • Man kann Linux installieren und das Tablet vielseitig und aktualisiert nutzen.

Linux für „ältere“ Hardware

  1. Installation von Linux MX-23.6_x64 über den USB-Anschluss.
  2. Nachinstallation der Sprachpakete „deutsch“ für LibreOffice, Firefox und Thunderbird.

Die vollständige Installation nimmt 10 von 32 GB ein, der Arbeitsspeicher lastet 1 von 2 GB aus und der (eigentlich schwache Prozessor) braucht im Leerlauf 1% mit Dateimanager 8% mit LibreOffice 15% mit Firefox 20%.

Wie sieht der MX-Linux Desktop aus?

Alle Standard-Programme sind an Bord

Büro: Libreoffice für Text, Tabelle, Präsentation usw.
Einstellungen: Sehr übersichtlich
Grafik: Dokument-Scanner, Bild-Betrachter
Internet: Firefox, Thunderbird, PDF-Betrachter, Bit-Torrent
Multimedia: Player für Bild+Audio+Video, Internetradio, Webcam
Spiele: Ein paar wenige.
Systemeinstellungen
Zubehör: Zusatzprogramme, Taschenrechner, Backup, Update-Manager, Notizen, Passwort-Safe, Taskmanager, Datei-Explorer usw.

Wie ist die Bedienung?

Im Hochformat kann man den Touch-Bildschirm mit den Fingern bedienen. Eine Bildschirm-Tastatur – ebenfalls mit den Fingern bedienbar – ist auch an Bord. Eine Bluetooth-Tastatur mit Touchfeld kann sowohl das Hochformat als auch das Querformat bedienen. Der zehn Jahre alte Akku hält mehr als vier Stunden.

Was hat man davon?

  • Es ist ein Spielzeug. Und …
  • Es ist ein kleiner Computer, 400 g leicht, zum Mitnehmen. Er ist aktuell und für die schwache Ausstattung erstaunlich leistungsfähig. Für eBook lesen, Musik oder Podcasts hören, Videos anschauen, Smarthome steuern, einfache Spiele machen. Sogar Textverarbeitung ähnlich Word, Tabellen-Kalkulation ähnlich Excel und Präsentation ähnlich Powerpoint.
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Kategorisiert als Linux, Windows

WindoLin – Das neue Windows?

Update: Inzwischen gibt es eine kostenlose Verlängerung um ein Jahr, jedoch nur mit Microsoft-Konto und ESU-Registrierung.

Für ein Upgrade auf Windows 11 stellt Microsoft sehr hohe Anforderungen an die Hardware. Selbst leistungsfähige Computer, die einige Jahre alt sind, erfüllen die Anforderungen nicht.
Und die bestehenden guten, älteren Geräte?
Elektroschrott? Umweltbelastung? Geldverschwendung?

Alternative: WindoLin

WindoLin ist ein Kunstwort aus Windows und Linux.
Betriebssystem MX-Linux. Aussehen+Bedienung wie Windows.

Unten in der Taskleiste Knöpfe für Herunterfahren Neustart, und Abmelden. Daneben die Schaltfläche MENU für die zahlreichen Apps und Starter für Ihre wichtigsten Programme. Rechts ein paar Icons mit Überwachungs-Funktionen sowie Datum und Zeit. Auf dem Desktop beispielsweise die Standardordner Bilder, Dokumente, Downloads, Musik und Videos ebenso Starter für wichtige Programme. Natürlich können Sie Taskleiste und Desktop selbst gestalten.

Programme für den Alltag sind an Bord

Beim Klick auf MENU öffnet sich ein Fenster, das rechts Anwendungsgebiete und links die zugehörigen Programme zeigt.

Die Dateiverwaltung zeigt links die Festplatten mit den Ordnern und links die entsprechenden Dateien. Sieht aus wie Windows und funktioniert wie Windows.

Einstellungen übersichtlich und transparent.

An Bord ist Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation von LibreOffice. Nahezu vollstädig kompatibel mit Word, Excel und Powerpoint.

Ins Internet geht man mit dem Browser Firefox, der hinsichtlich Datenschutz erheblich besser ist als Edge von Microsoft oder Chrome von Google.

Und es gibt noch viele Programme mehr, die bereits installiert sind: Kalender, PDF-Leser, Texteditor, Bildbetrachter, Bildbearbeitung, E-Mail, Fernwartung, Musik-Player, Video-Player, Taschenrechner und weitere.

Und wenn man Hilfe braucht:
Nicht verzagen, Peter fragen!
Meine Kontaktdaten:
02961 921502
info@ing-pk.de

Funktioniert WindoLin auch auf älteren Computern?

Auch ältere Computer laufen mit Linux ebenso stabil wie flott. Beispiel: Fujitsu Laptop von 2012, CPU: i5-4200M, RAM 8 GB (ginge auch mit 4 GB), SSD 250 GB. Startet mit WindoLin in 30 Sekunden. Programme starten zwischen sofort und 3 Sekunden.

Warum ist Linux sicherer?

  • MX-Linux, wie fast alle Linux-Systeme, sind OpenSource. Das heißt, der Quellcode ist zugänglich und unabhängig prüfbar.
  • Betrieb und Administration ist getrennt. Administrator-Aufgaben verlangen das Passwort und lassen sich nicht mit der Eingabe-Taste abspeisen.
  • Man braucht kein Microsoft-Konto.
    Keine Telemetrie = Datenschnüffelei.
    Keine Werbung.
  • System, Programme und Firmware sowie deren Updates kommen aus sicheren Quellen und erfolgen automatisch oder, wenn gewünscht, manuell.
  • Die Struktur von Linux weniger anfällig für Viren und Malware. Schadprogramme für Privatnutzer konzentrieren sich auf Windows.

Kann ich MX-Linux als Lifesystem testen?

  • MX-Linux herunterladen und bspw. mit Rufus auf einen USB-Stick (mind. 8 GB) schreiben.
  • PC/Laptop vom USB-Stick booten und zunächst nicht installieren, sondern ausführlich erproben.

Der Gold-Standard für die Umstellung

  • Als Festplatte eine neue SSD (SATA oder NVMe) und Kapazität (256 GB oder 512 GB oder 1 TB) besorgen.
  • Die alte Festplatte ausbauen und die neue SSD einbauen. Mit der alten Festplatte können Sie – falls erforderlich – notfalls zu Windows zurückkehren.
  • MX-Linux Installation mit der WindoLin-Bedienoberfläche.
  • Übertragen der Benutzerdaten.
  • Option: WLAN-Einstellung vor Ort, Drucker-Konfiguration, Spezialprogramme.

Was kostet die Umstellung?

  • MX-Linux einschließlich Standardprogramme ist kostenlos.
  • Eine neue SSD kostet je nach Größe zwischen 20 und 80 Euro.
  • Die Installation kostet zwischen 60 und 120 Euro.

Zum Vergleich:
Allein ein neuer Windows-Computer kostet ab 400 Euro. Die Installation mit Datenübernahme kostet ebenso 60 bis 120 Euro.
Das heißt: Sie sparen sich den neuen Computer.

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Kategorisiert als Linux, Windows

Macbook Air von 2010 bekommt neues Leben

Ein Apple Macbook Air von 2010 ist chic, klein und leicht. Aber es bekommt schon lange keine Updates mehr und ist für heutige MacOS nicht mehr leistungsfähig genug. Kann man es zu neuem Leben erwecken? Vielleicht mit dem Look and Feel von Apple?

Das alte Macbook von 2010 läuft nicht mehr

Bekannte haben sich ein neues Macbook Air gekauft und nun war das alte Macbook Air von 2010 übrig. Als Elektroschrott viel zu schade, aber was soll man damit machen? Das alte Betriebssystem MacOS Sierra bekam schon lange keine Updates mehr und für aktuelle Systeme wäre das Macbook ohnehin zu schwach: die CPU L9400 mit 2 Kernen, nur 2 GB RAM (davon werden 250 MB für die Anzeige abgezweigt) und eine 128 GB eMMC.

Die Lösung: Linux für ältere Hardware

Eine Linux-Distribution, die mit älterer Hardware sehr gut zurecht kommt und eine große Auswahl an Programmen mitbringt, ist MX-Linux mit Xfce-Desktop. Wie Installation und Anpassung ablaufen, steht unten in der Anleitung.

Was ist daraus entstanden?

  • Das Macbook Air bootet in 40 Sekunden bis zum Desktop.
  • Aussehen und Bedienung sind fast wie früher unter MacOS.
  • Alle für den Alltag erforderlichen Programme sind an Bord.
  • Das Macbook hat flotte Startzeiten:
FunktionMX-LinuxMacOSStartzeit
Datei-verwaltungThunarFinder1 Sek.
Büro-Suite
+Text
+Tabelle
+Präsentation
LibreOffice
… Writer
… Calc
… Impress
iWord
… Pages
… Numbers
… Keynote
2 Sek.
+2 Sek.
+2 Sek.
+2 Sek.
InternetFirefoxFinder3 Sek.
E-MailThunderbirdMail3 Sek.
  • Das Betriebssystem MX-Linux wird gepflegt und liefert weiterhin Funktions- und Sicherheitsupdates.

Anleitung

MX-Linux auf dem Macbook installieren

Unter https://mxlinux.org/download-links/) MX-23.6_x64.iso herunterladen und mit Rufus, Etcher, dd oder einem Multiboot-Programm wie Ventoy oder E2B auf einen USB-Stick mit mindestens 8 GB übertragen.

Das Macbook mit dem USB-Stick starten, indem man die alt-Taste gedrückt hält und den Einschalter betätigt. Das Macbook zeigt das Feld „Choose Network“, in die man den WLAN-Zugang einträgt, sowie zwei Bilder: die eingebaute Festplatte und den USB-Stick; man wählt den USB-Stick. Die Installation, während der man die Benutzerdaten und das individuelle Passwort eingibt, erfolgt zügig. Beim Neustart erscheint MX-Linux und fordert zunächst eine Aktualisierung.

Ein paar Programme werden ergänzt: plank (Dock für Programme), gimp (Bildbearbeitung) und libreoffice-l10n-de (deutsche Bedienung für LibreOffice-Text-Tabelle-Präsentation).

Look and Feel von Apple MacOS

Damit das Ganze etwa so aussieht wie früher, kommen noch ein paar Anpassungen.

Die Leiste wird von der Seite nach oben verlegt und in der Höhe bspw. auf 24pt verkleinert. Das Whisker-Menu wird von rechts nach links verschoben und auf „Titel“ (ohne Bild) mit dem Text „MENU“ geändert.

Das Hintergrundbild vom aktuellen Sequoia holt man sich von https://basicappleguy.com/haberdashery/sequoiawallpaper und skaliert es mit GIMP auf 1440×900 px, das ist die bestmögliche Bildschirmauflösung.

Schließlich lädt man das Theme McOS-XFCE-Edition-II-1.tar.xz von
https://www.gnome-look.org/p/1210386 entpackt es und kopiert den Ordner nach /usr/share/themes. Das Iconset Os-Catalina-icons.tar.xz findet man unter https://www.gnome-look.org/p/1309810entpackt es und kopiert den Ordner nach /usr/share/icons.

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Kategorisiert als Apple, Linux

Linux für Umsteiger und Einsteiger

Welches Linux soll ich nehmen?

Man kann sich lange über verschiedene Linux-Arten informieren oder einen Tipp annehmen: MX-Linux.

Warum MX-Linux?

  • Kostenlos.
  • Einsteiger- und Umsteiger-freundlich. Windows-ähnlich!
  • Stabil, sicher und aktuell. Datenschutz Note sehr gut.
  • Ressourcenschonend, auch für ältere Geräte geeignet.
  • Umfangreiche Programme bereits an Bord.
  • Updates für Betriebssystem und Programme.

Windows 10 Alternative Linux

Warum Windows-10-Alternativen?

Ich habe einen nicht mehr ganz neuen, aber gut funktionierenden Laptop Medion-P6631 aus dem Jahr 2011. Nun hat Microsoft angekündigt: „Für Windows 10 endet der Support am 14.10.2025.“ Ohne Sicherheitsupdates gilt Windows als unsicher.

Die Alternative Linux

Seit vielen Jahren verwende ich Linux Xubuntu als Betriebssystem für meinen Produktiv-PC und bin hoch zufrieden.

Der Umstieg von Windows auf Linux fällt leicht, wenn die Bedienung ähnlich ist, wie beispielsweise beim (Linux-) Xfce-Desktop. Ein System, das „Out-of-the-box“ alles Notwendige mitbringt, ist Linux-Mint-Xfce.

Meinen alten Laptop habe ich schon zu Windows-Zeiten auf eine SSD umgerüstet. Er lief mit Windows 7 gut, mit Windows 10 etwas träge und Windows 11 geht nicht. Mit Linux-Mint-Xfce startet er in etwa 35 Sekunden, Office-Programme starten in 2 Sekunden. Und das Ganze sieht auch gut aus.

Das ist meine Empfehlung für ältere Geräte: SSD-Festplatte, mindestens 2+2 oder 1×4 GB Speicher und Linux-Mint-Xfce.

Ein paar Bilder der Oberfläche (bitte auf die Bilder klicken):

Übrigens: Diesen Beitrag habe ich auf dem genannten Laptop geschrieben sowie die Bilder dazu erstellt und bearbeitet. Es ging einwandfrei und flott.

Linux als Betriebssystem Vorteile und Nachteile

Vorteile

Kosten
Ältere Geräte können weiter verwendet werden. Das spart Geld und schont die Umwelt. Linux Mint ist kostenlos und die Programme sind es auch.

Standard-Programme
Alle Programme, die man normalerweise braucht, sind fertig an Bord.

Leistung
System und Programme laufen auch auf älteren Geräten recht flott.

Sicherheit
Trennung von Benutzer- und System-Aufgaben. System und Programme aus sicheren Quellen. Updates für System und Programme gleichzeitig.

Datenschutz
Keine Datenabfluss wie bei Apple, Microsoft oder Google.

Nachteile

Benutzung
Etwas Umgewöhnung ist erforderlich beispielsweise Passworteingabe bei System-Aufgaben.


Expertenprogramme
Manche Expertenprogramme fehlen oder es gibt alternative Programme dafür.

Hardware
Manche Geräte bspw. manche Drucker brauchen eigene Installations-Programme.

Spiele
Die Auswahl an Spielen ist geringer als bei Windows.

Übrigens: Für nicht ganz so alte Geräte empfehle ich LMDE, das ist Linux-Mint-Debian-Edition. Es kommt aus der gleichen Schmiede, verwendet aber Cinnamon statt Xfce als Desktop. Dies ist etwas anspruchsvoller und etwas moderner. Und das Betriebssystem geht nicht den Umweg über Ubuntu, sondern setzt direkt auf Debian auf. Siehe Artikel LMDE – Das neue Windows?

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Kategorisiert als Linux, Windows