
Ist Linux interessant für JEDEN Computer?
JA! JA! JA!
JA! Linux läuft fast jedem Computer, auch auf älteren.
JA! Linux hat hohe Standards für Sicherheit und Datenschutz.
JA! Linux und dessen Standardprogramme sind kostenlos.
Zusammenfassung
Linux ist ein Computer-Betriebssystem wie Windows (Microsoft), MacOS (Apple) oder ChromeOS (Google). In diesem Artikel wird untersucht, ob Linux für jeden privaten Computer einsetzbar ist.
Ein Motiv für die Verwendung von Linux sind die Vorteile:
Linux läuft fast jedem Computer, auch auf älteren;
Linux hat hohe Standards für Sicherheit und Datenschutz;
Linux und dessen Standard-Programme sind kostenlos.
Linux kann grundsätzlich auf jedem Neu-Computer installiert werden, der für Windows geeignet ist.
Ein weiteres Motiv ist das Altgeräte-Problem: Windows erklärt weltweit Millionen von Computern für „ungeeignet“ für Windows 11. Was soll man mit den guten alten Geräten tun? Ein ähnliches Problem betrifft Alt-Laptops und Alt-PCs von Apple, die nicht mehr mit Updates versorgt werden.
Die Lösung: Linux ist grundsätzlich auf Altgeräten mit Intel- oder AMD-Prozessor installierbar. Damit kann zahllosen Altgeräten ein neues Leben geschenkt werden.
Schließlich wird dargestellt, dass es für die private Nutzung eine Vielzahl von Linux-Programmen und eine von Windows und MacOS gewohnte Arbeitsoberfläche gibt.
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Inhalt
- Was ist Linux?
- Warum überhaupt Linux auf einem Computer?
- Linux für Neugeräte
- Das Altgeräte-Problem
- Die Lösung: Linux für Altgeräte
- Mini-PCs / Desktop-PCs
- 2-in-1 / Laptops
- Tablets
- Wie ist denn Linux bedienbar?
Was ist Linux?
Linux ist kein Fußballverein, sondern ein Computer-Betriebssystem wie Windows (Microsoft), MacOS (Apple) oder ChromeOS (Google).
Linux läuft auf über 90% der Top-500-Supercomputer und auf über 60% der professionellen Server. Zitat: „Diese hohe Nachfrage ist auf die Vorteile des Produkts zurückzuführen, darunter OpenSource, niedrige Kosten, starke Leistung, Kompatibilität und Sicherheit.“
Bisher ist es im privaten Bereich mit etwa 5% verbreitet, weil nahezu alle neuen Computer mit einem vorinstallierten Windows oder iPadOS / MacOS oder Android / ChromeOS ausgeliefert werden. Wäre denn Linux für jeden privaten Computer einsetzbar?
Warum überhaupt Linux auf einem Computer?
Linux läuft auf fast jedem Computer, auch auf älteren
Linux ist sehr genügsam und braucht für flottes Arbeiten erheblich weniger Prozessorleistung, Arbeitsspeichergröße und Festplattenplatz. Deshalb läuft Linux auch auf älteren Computern, die Microsoft für „ungeeignet für Windows 11“ erklärt, obwohl sie mit Windows 10 gut zurecht kamen.
Linux hat hohe Standards für Sicherheit und Datenschutz
Sicherheit der Hardware vor Missbrauch als E-Mail-Verteiler, Server-Angreifer oder Krypto-Miner. Sicherheit von Betriebssystem und Programmen vor Manipulation zu Betrug oder Erpressung. Sicherheit der Daten vor Änderung, Löschung oder Verschlüsselung.
Linux trennt zwischen Administrator und Benutzer.
Linux macht Updates nicht nur für das Betriebssystem, sondern gleichzeitig für die Programme.
Zugegeben, 100% Sicherheit gibt es nicht. Aber, es ist ein Unterschied, ob es über eine Milliarde Schadprogramme für Windows gibt, oder nur wenige für Linux.
Datenschutz bedeutet hier Schutz der persönlichen Daten und Dateien vor unerwünschtem Abgriff durch Betriebssystem, Internet-Browser, E-Mail-Programm, Office-Programm und Cloud-Speicher durch Microsoft, Apple und Google.
Linux als Betriebssystem und die Standardprogramme greifen keine Daten ab.
Linux ist OpenSource, das heißt, der Quellcode ist einsehbar und prüfbar.
Linux und dessen Standardprogramme sind kostenlos
Keine Lizenzkosten, keine Abos.
Linux für Neugeräte
Nahezu alle neuen Computer, sei es Mini-PC / Desktop-PC oder 2-in-1 / Laptop oder Tablet werden mit einem vorinstallierten Betriebssystem wie Windows (Microsoft), iPadOS/MacOS (Apple) oder Android/ChromeOS (Google) ausgeliefert.
Linux läuft stabil und schnell auf fast allen Computern, auf denen Windows läuft. Bei ganz neuen Computern ist es ratsam zu prüfen, ob sie Linux-tauglich sind, weil die Hersteller in erster Linie Windows-kompatible Treiber ausliefern und Linux erst später berücksichtigen.
Das Altgeräte-Problem und die Lösung: Linux
Windows erklärt per Stand 2025/2026 weltweit Millionen von Computern zu Elektroschrott, weil sie für Windows 11 „nicht geeignet“ sind. Man kann auf diesen Computern Windows 10 weiter nutzen, aber es bekommt keine Updates mehr und gilt deshalb als unsicher.
Ein ähnliches Bild ergibt sich für die teuren Apple-Geräte. Sie bekommen 7 Jahre Updates. ChromeOS nennt 10 Jahre, allerdings ist manchmal unklar, ab wann die 10 Jahre beginnen.
Was soll man mit den guten Altgeräten machen?
Linux kann nicht auf jedem Altgerät installiert werden, aber auf sehr vielen, insbesondere auf ehemaligen Windows- und MacOS-Computern mit Intel- oder AMD-Prozessoren. Und das sind mehr als 90% aller Altgeräte. Bei Altgeräten mit ChromeOS kann man es versuchen, aber meist lohnt sich der Arbeitsaufwand nicht. Im folgenden werden nur die Computer-Arten beschrieben, bei denen eine Umstellung auf Linux aussichtsreich ist.
Mini-PCs / Desktop-PCs


Mini-PCs sind relativ kleine aber dennoch leistungsfähige Computer, die beispielsweise auf der Monitor-Rückseite befestigt werden können. Desktop-PCs sind die bekannten schwarzen Kisten, die man lieber unter den Tisch stellt. Sie sind groß, haben aber den Vorteil, dass man sie gut erweitern und mit hoher Leistung betreiben kann. Die Bildschirmgröße ist durch den externen Monitor bestimmt. Die Bedienung erfolgt über Tastatur und Maus. Einsatz: Internet, E-Mail und Medienkonsum – Büroprogramme – je nach Leistung Medienbearbeitung und Gaming.
Mini-PCs / Desktop-PCs mit Windows sind ein Volltreffer für Linux! Der Autor hat schon zahlreiche PCs von unterschiedlichen Herstellern auf Linux umgestellt. Und die Benutzer haben gesagt: „Der ist ja wieder richtig flott.“ Ein neues Leben für ein gutes altes Gerät.
Mini-PCs / Desktop-PCs von Apple mit Intel-Prozessor hat der Autor mangels Testgeräte nicht erprobt. Es wird jedoch erwartet, dass dies ebenso wie bei Laptops funktioniert.
2-in-1 / Laptops

2-in-1 / Laptops sind mobil. Die Bildschirmgröße von 10“ bis 17“ lässt eine produktive Arbeit zu. Eine Tastatur, meist mit Mousepad, ist auch vorhanden. Einsatz: Internet, E-Mail und Medienkonsum – Büroprogramme – je nach Leistung Medienbearbeitung bis leichtes Gaming.
2-in-1-Computer sind entweder
– Detachables, das heißt, der Bildschirm ist abnehmbar und wie ein Tablet zu bedienen oder
– Convertibles, das heißt, der Bildschirm ist bis 360° drehbar und wie ein Tablet zu bedienen mit einer Tastatur auf der Rückseite.
Laptops werden oft auch Notebooks oder Ultrabooks genannt.
2-in-1 / Laptops mit Windows sind ein Volltreffer für Linux! Der Autor hat schon zahlreiche Laptops von unterschiedlichen Herstellern auf Linux umgestellt. Und die Benutzer haben gesagt: „Der ist ja wieder richtig flott.“ Ein neues Leben für ein gutes altes Gerät.
Laptops von Apple mit Intel-Prozessor sind ein Volltreffer für Linux! Dem Autor ist es ohne großen Aufwand gelungen, ein MacBook Air von 2014 auf eine SSD umzustellen und Linux zu installieren. Ein neues Leben für ein schönes altes Gerät.
Tablets

Tablets sind klein, leicht und mobil. Die Bildschirmgröße von 8“ bis 13“ kommt einem Laptop schon nahe und auch die Bildschirm-Tastatur ist einigermaßen bedienbar. Gegebenenfalls kann man eine Bluetooth-Tastatur mit Mousepad anschließen. Nutzung: Internet, E-Mail und Medienkonsum.
Tablets mit Windows und Intel-Prozessor sind ein Volltreffer für Linux! Geeignet sind insbesondere Microsoft Surface Pro (ab 2013), Microsoft Surface Go (ab 2018). Sie haben eine Touch-Oberfläche und die zugehörige Tastatur.
Wie ist denn Linux bedienbar?
Antwort für einen ehemaligen Windows-Computer: Wie Windows.
Antwort für einen ehemaligen Apple-Computer: Sehr ähnlich wie MacOS.
Unter Linux ist es einfach, die Arbeitsfläche (Desktop) so zu gestalten, dass sie aussieht wie Windows oder MacOS. Und es gibt vorbereitete Installationsmedien, die nur wenige Anpassungsarbeiten wie WLAN, Drucker und E-Mail erfordern.
Die Programme heißen anders, beispielsweise LibreOffice statt Microsoft-Office, aber es können dieselben Symbole eingestellt werden. Ein wenig Umgewöhnung muss sein, aber das ist auch von Windows 10 auf Windows 11 so.
Übrigens: Wer unbedingt genau seine Adobe-Programme wie Photoshop, Premiere, Illustrator usw. braucht, möge bei seinem bisherigen Betriebssystem bleiben und alle 5 bis 7 Jahre erneut einige Hundert bis ein paar Tausend Euro investieren. Aber für die private Nutzung gibt es bei Linux ähnliche Programme, in die man sich dann einarbeiten muss.
Ein wichtiger Unterschied besteht: Änderungen am System beispielsweise bei Updates oder Programm-Installationen erfordern die Eingabe des Administrator-Passworts. Das einfache Klicken auf „Ja“ wie bei Windows genügt nicht, weil unter Linux Benutzung und Administration streng getrennt sind.