Linux für JEDEN Computer?

Ich bin TUX, das Linux-Maskottchen

Ist Linux interessant für JEDEN Computer?
JA! JA! JA!

JA! Linux läuft fast jedem Computer, auch auf älteren.
JA! Linux hat hohe Standards für Sicherheit und Datenschutz.
JA! Linux und dessen Standardprogramme sind kostenlos.

Zusammenfassung

Linux ist ein Computer-Betriebssystem wie Windows (Microsoft), MacOS (Apple) oder ChromeOS (Google). In diesem Artikel wird untersucht, ob Linux für jeden privaten Computer einsetzbar ist.

Ein Motiv für die Verwendung von Linux sind die Vorteile:
Linux läuft fast jedem Computer, auch auf älteren.
Linux hat hohe Standards für Sicherheit und Datenschutz.
Linux und dessen Standard-Programme sind kostenlos.

Linux kann grundsätzlich auf jedem Neu-Computer installiert werden, der für Windows geeignet ist.

Ein weiteres Motiv ist das Altgeräte-Problem: Windows erklärt weltweit Millionen von Computern für „ungeeignet“ für Windows 11. Was soll man mit den guten alten Geräten tun? Ein ähnliches Problem betrifft Alt-Laptops und Alt-PCs von Apple, die nicht mehr mit Updates versorgt werden.

Die Lösung: Linux ist grundsätzlich auf Altgeräten mit Intel- oder AMD-Prozessor installierbar. Damit kann zahllosen Altgeräten ein neues Leben geschenkt werden.

Schließlich wird dargestellt, dass es für die private Nutzung eine Vielzahl von Linux-Programmen und eine von Windows und MacOS gewohnte Arbeitsoberfläche gibt.

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Inhalt

  • Was ist Linux?
  • Warum überhaupt Linux auf einem Computer?
  • Linux für Neugeräte
  • Das Altgeräte-Problem
  • Die Lösung: Linux für Altgeräte
  • Mini-PCs / Desktop-PCs
  • 2-in-1 / Laptops
  • Tablets
  • Wie ist denn Linux bedienbar?

Was ist Linux?

Linux ist kein Fußballverein, sondern ein Computer-Betriebssystem wie Windows (Microsoft), MacOS (Apple) oder ChromeOS (Google).

Linux läuft auf über 90% der Top-500-Supercomputer und auf über 60% der professionellen Server. Zitat: „Diese hohe Nachfrage ist auf die Vorteile des Produkts zurückzuführen, darunter OpenSource, niedrige Kosten, starke Leistung, Kompatibilität und Sicherheit.“

Bisher ist es im privaten Bereich mit etwa 5% verbreitet, weil nahezu alle neuen Computer mit einem vorinstallierten Windows oder iPadOS / MacOS oder Android / ChromeOS ausgeliefert werden. Wäre denn Linux für jeden privaten Computer einsetzbar?

Warum überhaupt Linux auf einem Computer?

Linux läuft auf fast jedem Computer, auch auf älteren

Linux ist sehr genügsam und braucht für flottes Arbeiten erheblich weniger Prozessorleistung, Arbeitsspeichergröße und Festplattenplatz. Deshalb läuft Linux auch auf älteren Computern, die Microsoft für „ungeeignet für Windows 11“ erklärt, obwohl sie mit Windows 10 gut zurecht kamen.

Linux hat hohe Standards für Sicherheit und Datenschutz

Sicherheit der Hardware vor Missbrauch als E-Mail-Verteiler, Server-Angreifer oder Krypto-Miner. Sicherheit von Betriebssystem und Programmen vor Manipulation zu Betrug oder Erpressung. Sicherheit der Daten vor Änderung, Löschung oder Verschlüsselung.

Linux trennt zwischen Administrator und Benutzer.
Linux macht Updates nicht nur für das Betriebssystem, sondern gleichzeitig für die Programme.

Zugegeben, 100% Sicherheit gibt es nicht. Aber, es ist ein Unterschied, ob es über eine Milliarde Schadprogramme für Windows gibt, oder nur wenige für Linux.

Datenschutz bedeutet hier Schutz der persönlichen Daten und Dateien vor unerwünschtem Abgriff durch Betriebssystem, Internet-Browser, E-Mail-Programm, Office-Programm und Cloud-Speicher durch Microsoft, Apple und Google.

Linux als Betriebssystem und die Standardprogramme greifen keine Daten ab. Linux ist OpenSource, das heißt, der Quellcode ist einsehbar und prüfbar.

Linux und dessen Standardprogramme sind kostenlos

Keine Lizenzkosten, keine Abos.

Linux für Neugeräte

Nahezu alle neuen Computer, sei es Mini-PC / Desktop-PC oder 2-in-1 / Laptop oder Tablet werden mit einem vorinstallierten Betriebssystem wie Windows (Microsoft), iPadOS/MacOS (Apple) oder Android/ChromeOS (Google) ausgeliefert.

Linux läuft stabil und schnell auf fast allen Computern, auf denen Windows läuft. Bei ganz neuen Computern ist es ratsam zu prüfen, ob sie Linux-tauglich sind, weil die Hersteller in erster Linie Windows-kompatible Treiber ausliefern und Linux erst später berücksichtigen.

Das Altgeräte-Problem und die Lösung: Linux

Windows erklärt per Stand 2025/2026 weltweit Millionen von Computern zu Elektroschrott, weil sie für Windows 11 „nicht geeignet“ sind. Man kann auf diesen Computern Windows 10 weiter nutzen, aber es bekommt keine Updates mehr und gilt deshalb als unsicher.

Ein ähnliches Bild ergibt sich für die teuren Apple-Geräte. Sie bekommen 7 Jahre Updates. ChromeOS nennt 10 Jahre, allerdings ist manchmal unklar, ab wann die 10 Jahre beginnen.

Was soll man mit den guten Altgeräten machen?

Linux kann nicht auf jedem Altgerät installiert werden, aber auf sehr vielen, insbesondere auf ehemaligen Windows- und MacOS-Computern mit Intel- oder AMD-Prozessoren. Und das sind mehr als 90% aller Altgeräte. Bei Altgeräten mit ChromeOS kann man es versuchen, aber meist lohnt sich der Arbeitsaufwand nicht. Im folgenden werden nur die Computer-Arten beschrieben, bei denen eine Umstellung auf Linux aussichtsreich ist.

Mini-PCs / Desktop-PCs

Mini-PCs sind relativ kleine aber dennoch leistungsfähige Computer, die beispielsweise auf der Monitor-Rückseite befestigt werden können. Desktop-PCs sind die bekannten schwarzen Kisten, die man lieber unter den Tisch stellt. Sie sind groß, haben aber den Vorteil, dass man sie gut erweitern und mit hoher Leistung betreiben kann. Die Bildschirmgröße ist durch den externen Monitor bestimmt. Die Bedienung erfolgt über Tastatur und Maus. Einsatz: Internet, E-Mail und Medienkonsum – Büroprogramme – je nach Leistung Medienbearbeitung und Gaming.

Mini-PCs / Desktop-PCs mit Windows sind ein Volltreffer für Linux! Der Autor hat schon zahlreiche PCs von unterschiedlichen Herstellern auf Linux umgestellt. Und die Benutzer haben gesagt: „Der ist ja wieder richtig flott.“ Ein neues Leben für ein gutes altes Gerät.

Mini-PCs / Desktop-PCs von Apple mit Intel-Prozessor hat der Autor mangels Testgeräte nicht erprobt. Es wird jedoch erwartet, dass dies ebenso wie bei Laptops funktioniert.

2-in-1 / Laptops

2-in-1 / Laptops sind mobil. Die Bildschirmgröße von 10“ bis 17“ lässt eine produktive Arbeit zu. Eine Tastatur, meist mit Mousepad, ist auch vorhanden. Einsatz: Internet, E-Mail und Medienkonsum – Büroprogramme – je nach Leistung Medienbearbeitung bis leichtes Gaming. 2-in-1-Computer sind entweder
– Detachables, das heißt, der Bildschirm ist abnehmbar und wie ein Tablet zu bedienen oder
– Convertibles, das heißt, der Bildschirm ist bis 360° drehbar und wie ein Tablet zu bedienen mit einer Tastatur auf der Rückseite.
Laptops werden oft auch Notebooks oder Ultrabooks genannt.

2-in-1 / Laptops mit Windows sind ein Volltreffer für Linux! Der Autor hat schon zahlreiche Laptops von unterschiedlichen Herstellern auf Linux umgestellt. Und die Benutzer haben gesagt: „Der ist ja wieder richtig flott.“ Ein neues Leben für ein gutes altes Gerät.

Laptops von Apple mit Intel-Prozessor sind ein Volltreffer für Linux! Dem Autor ist es ohne großen Aufwand gelungen, ein MacBook Air von 2014 auf eine SSD umzustellen und Linux zu installieren. Ein neues Leben für ein schönes altes Gerät.

Tablets

Tablets sind klein, leicht und mobil. Die Bildschirmgröße von 8“ bis 13“ kommt einem Laptop schon nahe und auch die Bildschirm-Tastatur ist einigermaßen bedienbar. Gegebenenfalls kann man eine Bluetooth-Tastatur mit Mousepad anschließen. Nutzung: Internet, E-Mail und Medienkonsum.

Tablets mit Windows und Intel-Prozessor sind ein Volltreffer für Linux! Geeignet sind insbesondere Microsoft Surface Pro (ab 2013), Microsoft Surface Go (ab 2018). Sie haben eine Touch-Oberfläche und die zugehörige Tastatur.

Wie ist denn Linux bedienbar?

Antwort für einen ehemaligen Windows-Computer: Wie Windows.
Antwort für einen ehemaligen Apple-Computer: Sehr ähnlich wie MacOS.

Unter Linux ist es einfach, die Arbeitsfläche (Desktop) so zu gestalten, dass sie aussieht wie Windows oder MacOS. Und es gibt vorbereitete Installationsmedien, die nur wenige Anpassungs­arbeiten wie WLAN, Drucker und E-Mail erfordern.

Die Programme heißen anders, beispielsweise LibreOffice statt Microsoft-Office, aber es können dieselben Symbole eingestellt werden. Ein wenig Umgewöhnung muss sein, aber das ist auch von Windows 10 auf Windows 11 so.

Übrigens: Wer unbedingt genau seine Adobe-Programme wie Photoshop, Premiere, Illustrator usw. braucht, möge bei seinem bisherigen Betriebssystem bleiben und alle 5 bis 7 Jahre erneut einige Hundert bis ein paar Tausend Euro investieren. Aber für die private Nutzung gibt es bei Linux ähnliche Programme, in die man sich dann einarbeiten muss.

Ein wichtiger Unterschied besteht: Änderungen am System beispielsweise bei Updates oder Programm-Installationen erfordern die Eingabe des Administrator-Passworts. Das einfache Klicken auf „Ja“ wie bei Windows genügt nicht, weil unter Linux Benutzung und Administration streng getrennt sind.

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CCleaner für Windows überflüssig?

Jede Nutzung von Windows hinterlässt Dateien und Eintragungen. Diese Reste sind meist unnötig, belasten den Computer und sind ein Problem für den Schutz der persönlichen Daten.
Ein beliebtes Werkzeug, um den Computer zu reinigen war CCleaner. Leider gab es in der Vergangenheit Ausspähung von Nutzerdaten, Schadprogramme und zunehmend Werbung sowie Aufdrängen von weiteren Programmen. Mit Version 7 hat der Hersteller zwar die Oberfläche neu gestaltet, aber den Funktionsumfang der kostenlosen Version reduziert.

Empfehlung
CCleaner 7 deinstallieren.
Alternative installieren
Vorversion CCleaner 6.39 portable
Glary Utilities 6 portable
BleachBit

Vorversion CCleaner 6.39 portable

Für Leute, die gerne bei CCLeaner bleiben. Version 6.39 ist die letzte vor Version 7. Die portable Version muss man nicht installieren, sie speichert ihre Einstellungen im eigenen Ordner.
Download-Link
https://download.ccleaner.com/portable/ccsetup639.zip
Die Datei entpacken, den entpackten Ordner öffnen und CCleaner64.exe starten. Die Einstellungen sorgfältig wählen, insbesondere automatische Updates deaktivieren.

Glary Utilities 6 portable

Glary Utilities hat einen größeren Funktionsumfang als CCleaner und enthält sowohl klassische Reiniger, als auch Systempflege und Dienstprogramme. Auch Glary Utilities wirbt für Kaufversionen, aber der Umfang der kostenlosen Version ist sehr gut. Es gibt keine Werbung oder Aufdrängen von weiteren Programmen. Die portable Version muss man nicht installieren, sie speichert ihre Einstellungen im eigenen Ordner.
Download-Link
https://download.glarysoft.com/guportable.exe
Die Datei starten; sie entpackt sich selbst. Integrator.exe starten und 1-Click-Maintenance wählen. Das Settings-Symbol anklicken und sorgfältig einstellen. Automatische Reinigung anklicken und 1-Click-Maintenance starten.

BleachBit

Bleachbit ist ein sehr einfacher Reiniger ohne zusätzliche Funktionen. Das Programm ist OpenSource, das heißt, Fachleute können den SourceCode einsehen und prüfen. Werbung und ähnliches gibt es nicht.
Download-Link
https://www.bleachbit.org/download/file/t?file=BleachBit-5.0.2-portable.zip
BleachBit herunterladen und entpacken. Im entpackten Ordner BleachBit starten und sorgfältig einstellen, danach laufen lassen.

WICHTIG: Windows erneuert SecureBoot-Zertifikate

SecureBoot ist eine Sicherheitsfunktion, die jeder Windows-Computer ab 2012 enthält. Im Jahr 2026 laufen die SecureBoot-Sicherheitszertifikate ab und werden von Microsoft (hoffentlich) automatisch erneuert. Dabei kann einiges schief gehen.
Im schlimmsten Fall kommt man nicht mehr an seine Daten.

Hier ist eine dringende Handlungsempfehlung:
1. dass eine Datensicherung durchgeführt wird
2. warum und wie der Wiederherstellungsschlüssel gesichert wird
3. wie die automatische Zertifikats-Erneuerung ermöglicht wird.


Datensicherung

Wenn solche Systemeingriffe bevorstehen wird auf jeden Fall eine Sicherung der Benutzerdaten empfohlen, am besten auf ein externes Medium bspw. eine USB-Festplatte.

Wiederherstellungsschlüssel

Falls Bitlocker bei Windows Pro oder Geräteverschlüsselung bei Windows Home aktiviert ist (bei vielen Computern voreingestellt) sind die Daten auf der Festplatte verschlüsselt. Davon merkt man im Betrieb nichts, weil Entschlüsselung beim Start und Verschlüsselung beim Beenden im Hintergrund erfolgen.

Sobald die Sicherheitszertifikate erneuert sind, kann es sein, dass Windows beim Starten den Wiederherstellungsschlüssel verlangt. Wenn dieser Wiederherstellungsschlüssel für das Gerät nicht verfügbar ist, bleiben die Dateien verschlüsselt und können nicht mehr geöffnet werden.

Wenn Sie Ihr Benutzer-Konto als Lokal-Administrator betreiben, gibt es kein Microsoft-Konto und Sie müssen Ihren Wiederherstellungsschlüssel abrufen und speichern/dokumentieren.

Wenn Sie ihr Gerät mit einem Microsoft-Konto betreiben, ist der Wiederherstellungsschlüssel bei Microsoft unter Ihrem Konto gespeichert. Allerdings brauchen Sie zum Zugang dann ein anderes Gerät und Ihre Microsoft-Anmeldedaten. Auch hier ist es also ratsam Ihren Wiederherstellungsschlüssel abzurufen und zu speichern/dokumentieren.

Wiederherstellungsschlüssel sichern

Der Wiederherstellungsschlüssel ist eine 48-stellige Zahlenfolge.

Windows Pro nennt die Verschlüsselung Bitlocker.
Den Wiederherstellungsschlüssel findet man so:
Im Suchfeld Bitlocker eingeben > Klick auf Bitlocker verwalten > Wiederherstellungsschlüssel sichern.
Von den verschiedenen Optionen wird (vom Autor dieses Beitrags) Drucken empfohlen, am besten 2 x und an unterschiedlichen Stellen aufbewahren.

Windows Home nennt die Verschlüsselung Geräteverschlüsselung.
Den Wiederherstellungsschlüssel findet man so:
cmd als Administrator starten > eingeben
Manage-bde -protectors -get %systemdrive%
Von den verschiedenen Optionen wird (vom Autor dieses Beitrags) Drucken empfohlen, am besten 2 x und an unterschiedlichen Stellen aufbewahren.

Zertifikats-Erneuerung

Prüfung und Folgerung: Ist SecureBoot aktiv?

Tasten [Windows]+[R] gleichzeitig drücken > msinfo32 eingeben > in der Tabelle die Zeile „Sicherer Start“ suchen.

Wenn dort „Aus“ steht, hat das Gerät kein SecureBoot oder SecureBoot ist nicht aktiviert. Von der Zertifikats-Erneuerung ist das Gerät nicht betroffen, aber es verwendet diese Sicherheitsoption nicht. Wenn dort „Ein“ steht, ist SecureBoot aktiv.

Voraussetzung, damit die SecureBoot-Zertifikate erneuert werden können.

Für den Austausch ist die Übermittlung der Diagnosedaten an Microsoft erforderlich.

Prüfung und Folgerung: Übermittlung der Diagnosedaten

Start (Windows-Symbol) > Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Diagnose und Feedback

Wenn dort „Ein“ steht, werden die Zertifikate automatisch erneuert. Wenn dort „Aus“ steht, ist eine ANPASSUNG erforderlich, die per Fernwartung oder am Kundenort vorgenommen werden muss.

Online-Banking sicher?!

Immer mehr Bank-Aktivitäten werden online durchgeführt. Sei es, weil es keine Filiale mehr gibt oder weil man nur abends Zeit hat oder weil es von zuhause bequemer ist.

Dieser Artikel zeigt, wie Sie Ihr Online-Banking sicherer gestalten können.

Ist denn Online-Banking sicher?

100% Sicherheit gibt es nicht. Aber man kann Online-Banking sicherer und mit besserem Datenschutz machen.

Ist das denn wichtig?

Auf https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/online-banking-betrug-kundenschutz-100.html findet man diesen Artikel:

Der Artikel stammt aus 2024. Ist es heute besser? Hoffentlich!

Also: Was kann man tun?

Verwenden Sie den richtigen Browser.

Verwenden sie nicht:
– Chrome (weil Google zuschaut).
– Edge (weil Microsoft zuschaut).
– Safari (weil Apple zuschaut).
Manche dieser Browser blockieren Schutzmaßnahmen, weil sie durch Werbung und Weitergabe oder Verwertung IHRER Benutzerdaten Geld verdienen wollen.

Verwenden Sie: Firefox von Mozilla.
Firefox lässt sich sehr gut „härten“, das heißt sicherer machen, und die Organisation Mozilla ist groß genug, um zeitnahe, qualifizierte Aktualisierungen sicherzustellen.

Verwenden Sie für Ihr Banking ein eigenes, getrenntes, gehärtetes Firefox-Profil.

Das Konzept ist:
+ Machen Sie Ihren normalen Internetbetrieb mit Ihrem normalen Browser – vorzugsweise Firefox.
+ Machen Sie Ihr Online-Banking mit einem eigenen, getrennten, gehärteten Profil mit Firefox.

Wie macht man ein eigenes, getrenntes, gehärtetes Profil?

  • In Firefox ein zusätzliches Profil anlegen. Danach auf Ihrer Arbeitsoberfläche eine eigene Verknüpfung erstellen.
    >>> Das schützt Sie gegen Eingabefehler.
  • Als Startseite direkt Ihre Bankseite einstellen.
    >>> Das schützt gegen Typosquatting, d.h. gegen Domains, die Sie bei einem Tippfehler auf eine betrügerische Seite leiten.
  • In Firefox das Addon uBlock installieren.
    >>> Das schützt Sie gegen Werbebanner und deren Datenverkehr, Werbetracker, Datenabfluss und Fingerprinting.
  • In Firefox das Addon NoScript installieren.
    NoScript blockiert Skripte. Das sind Javascript-Programme, die in Ihrem Webbrowser laufen und die besuchte Webseite interaktiv = bedienbar macht.
    >>> Das schützt Sie gegen unerwünschte oder sogar gefährliche Programme, die für Sie unsichtbar laufen.
    Funktioniert dann die Banking-Seite? Ja, denn Sie können deren Skripte freigeben, alle anderen Skripte sind gesperrt.
  • Einstellungen für hohe Sicherheit und hohen Datenschutz.
    >>> In Firefox gibt es viele und leicht zugängliche Einstellungen, die Ihnen höhere Sicherheit und höheren Datenschutz einrichten.

Option: Verwenden Sie Linux als Betriebssystem

Hinter den bekannten Betriebssystemen stecken US-Techkonzerne mit ihren eigenen Interessen und dem US-Rechtssystem:
– Windows von Microsoft,
– MacOS/iOS von Apple,
– ChromeOS von Google.

Linux ist ein eigenes, unabhängiges Betriebssystem mit einer eigenen, weltweiten Community.

  • Linux ist führend im Bereich Server
    und hat inzwischen sehr gute Systeme für Privatanwender.
  • Linux braucht wenig Ressourcen
    und liefert auch bei älteren Geräten, die für Windows 11 laut Microsoft „nicht mehr geeignet sind“ sehr gute Leistungen. Damit wird Ihr Geldbeutel geschont, weil Sie kein neues Gerät kaufen müssen. Ebenso wird Elektroschrott vermieden.
  • Linux und alle Standardprogramme sind kostenlos.
    Auch damit wird Ihr Geldbeutel geschont.
  • Linux hat ein hohes Sicherheits- und Datenschutzniveau.

Wenn Sie beispielsweise einen älteren Laptop haben, könnte man darauf Linux installieren – einschließlich der vorgenannten Einstellungen – und damit einen Banking-Computer machen.

Windows Bitlocker und Geräteverschlüsselung. Betrifft mich das?

Betrifft mich das? Vielleicht.

Und was heißt das für mich? Im schlimmsten Fall können Sie Ihren Computer nicht mehr betreiben und kommen nicht mehr an Ihre Daten.

Der Beitrag beschreibt Sofortmaßnahmen und gibt Hintergrundinformationen.

Was soll ich als Sofortmaßnahme machen?

Deaktivieren Sie Bitlocker (bei Windows … Pro)
bzw. Geräteverschlüsselung (bei Windows … Home).
Das betrifft Windows 10 ebenso wie Windows 1
1.


Ein paar Hintergrundinformationen.

Was ist Bitlocker bzw. Geräteverschlüsselung?

Bitlocker bzw. Geräteverschlüsselung verschlüsseln die Dateien auf Ihrem Computer. Das erscheint zunächst sinnvoll, weil damit Ihre Daten vor Fremdzugriff geschützt sind. Das Verschlüsseln und Entsperren erfolgt automatisch und Sie merken nichts davon.

Warum ist das jetzt ein Problem?

Zitat aus
https://www.heise.de/news/Windows-Oktober-Sicherheitsupdates-koennen-Bitlocker-Wiederherstellung-ausloesen-11068172.html
„Die Windows-Sicherheitsupdates, die Microsoft zum Oktober-Patchday verteilt hat, können dazu führen, dass beim Rechnerneustart die Bitlocker-Wiederherstellung gestartet wird. Der Startvorgang ist dann nur mit der Eingabe des Wiederherstellungsschlüssels möglich.“

Wenn dann Bitlocker bzw. Geräteverschlüsselung aktiviert ist, gibt es ohne Wiederherstellungsschlüssel keinen Zugang und keine Daten.

Haben Sie Ihren Wiederherstellungsschlüssel?

Nein? Damit sind Sie nicht allein, so geht es fast allen Windows-Benutzern. Und bei vielen PCs und Laptops/Notebooks ist Bitlocker bzw. Geräteverschlüsselung im Auslieferzustand aktiviert. Damit wären alle diese Geräte betroffen. Vorsichtshalber Bitlocker bzw. Geräteverschlüsselung deaktivieren.

Ist das nur bei diesem Update ein Problem?

Leider nein. Microsoft tauscht seit einiger Zeit Sicherheitszertifikate aus, die nach einer gewissen Dauer (fünf Jahre?) ungültig werden. Von dieser Umstellung kann auch der Wiederherstellungsschlüssel betroffen sein.

Wenn man aber diese Verschlüsselung verwenden will, was muss man tun?

1. Aktivieren Sie Bitlocker bzw. Geräteverschlüsselung.
2. Sichern Sie Ihren Wiederherstellungsschlüssel bspw. in Ihrem Microsoft-Konto oder auf einem USB-Stick oder durch Ausdrucken. Nicht auf der PC-Festplatte, sonst ist er ja verschlüsselt und Sie kommen nicht mehr ran.

Windows 10 Das Ende ist nah! UPDATE 25.10.25

Microsoft hat gemeldet: „Windows 10 bekommt ab 14.10.2025 keine Sicherheitsupdates mehr“.

Was heißt das? Wenn Windows keine Sicherheitsupdates mehr bekommt, gilt es als unsicher und angreifbar. Natürlich kann man es weiterhin einsetzen, solange es funktioniert. Man sollte es allerdings
nicht mehr für Geldangelegenheiten verwenden wie Online-Banking, -Shopping, Kreditkarten- und Zahlungs-Verwaltung.

UPDATE 05.10.2025 und 25.10.2025

Was soll ich tun? Welche Alternativen gibt es?

Vorsicht! Es werden gebrauchte Geräte mit Windows 11 angeboten, die jedoch die Anforderungen von Microsoft nicht erfüllen und möglicherweise nicht dauerhaft funktionieren.
Zitat Microsoft:
„Dieser PC erfüllt die Mindestsystemanforderungen für die Ausführung von Windows 11 nicht. Diese Anforderungen tragen dazu bei, eine zuverlässigere und qualitativ hochwertigere Benutzererfahrung zu gewährleisten. Die Installation von Windows 11 auf diesem PC wird nicht empfohlen und kann zu Kompatibilitätsproblemen führen. Wenn Sie mit der Installation von Windows 11 fortfahren, wird Ihr PC nicht mehr unterstützt und ist nicht mehr zum Empfang von Updates berechtigt. Schäden an Ihrem PC aufgrund unzureichender Kompatibilität fallen nicht unter die Herstellergarantie.“
Quelle: https://support.microsoft.com/de-de/windows/installieren-von-windows-11-auf-ger%C3%A4ten-die-die-mindestsystemanforderungen-nicht-erf%C3%BCllen-0b2dc4a2-5933-4ad4-9c09-ef0a331518f1

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Windows 10 Verlängerung funktioniert

Microsoft hat gemeldet: „Windows 10 bekommt ab 14.10.2025 keine Sicherheitsupdates mehr“.

Was heißt das? Wenn Windows keine Sicherheitsupdates mehr bekommt, gilt es als unsicher und angreifbar. Natürlich kann man es weiterhin einsetzen, solange es funktioniert. Man sollte es allerdings
nicht mehr für Geldangelegenheiten verwenden wie Online-Banking, -Shopping, Kreditkarten- und Zahlungs-Verwaltung.

Das ESU-Programm (Extended Secirity Updates) läuft.

Nun hat Microsoft bekannt gegeben, dass es eine kostenlose Verlängerung der Sicherheitsupdates für Windows 10 um ein weiteres Jahr gibt: Das ESU-Programm.

Voraussetzungen sind:

  • Alle bisherigen Sicherheitsupdates sind installiert.
  • Anmeldung mit Microsoft-Konto als Administrator.
  • Registrierung für das ESU-Programm innerhalb von 60 Tagen nach dem 14.10.25 und Aufruf der Updates.
  • Erneuter Abruf von Updates innerhalb von jeweils 60 Tagen.

Falls dies nicht funktioniert, gibt es eine besondere Befehlsfolge zur Reparatur.

USB-Banking-Stick

Microsoft hat gemeldet: „Windows 10 bekommt ab 14.10.2025 keine Sicherheitsupdates mehr“. Wenn Windows keine Sicherheitsupdates mehr bekommt, gilt es als unsicher und angreifbar. Natürlich kann man es weiterhin einsetzen, solange es funktioniert. Man sollte es allerdings nicht mehr für Geldangelegenheiten verwenden wie Online-Banking, -Shopping, Kreditkarten- und Zahlungs-Verwaltung.

Viele Benutzende wollen bei Windows 10 und bei ihrer „alten“ Hardware bleiben, brauchen aber für ihre Online-Geschäfte ein System, was weiterhin Sicherheitsupdates bekommt.

Eine Möglichkeit ist:

  • Der Computer bleibt bei Windows 10, solange er funktioniert.
  • Für Geldangelegenheiten wird ein USB-Banking-Stick mit einem angepassten Linux-Betriebssystem eingesetzt.
  • Der Computer wird so eingestellt, dass er mit Windows 10 startet, wenn der USB-Banking-Stick nicht angeschlossen ist. Wenn der USB-Banking-Stick angeschlossen ist, startet der Computer vom USB-Stick.

Die Bedienung des angepassten Systems ist ähnlich wie bei Windows. Lediglich bei den Updates ist die Eingabe eines Passworts erforderlich. Man kann davon ausgehen, dass ein USB-Stick schneller als eine magnetische Festplatte, aber nicht ganz so schnell wir eine interne SSD ist.

Mit dem USB-Banking-Stick sind auch Online-Shopping und andere Online-Vorgänge möglich. Er funktioniert mit und ohne SecureBoot und kann individuell angepasst werden.

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Neues Leben für ältere Hardware

Ältere Hardware

HP Pro Tablet 408 G1, ein Handheld-Computer aus dem Jahr 2015 mit Windows 8.1 Pro. Das Gerät hat gebraucht 35 Euro gekostet zzgl. 4,90 Euro Versand.
Abmessungen: 22 x 1 x 14 cm Gewicht: 400 g
CPU: Intel Atom-Z3736F 4C4T
RAM: 2 GB / eMMC: 32 GB
erweiterbar mit microSD-Karte
WLAN Bluetooth, 1 x USB2.0
1 x Audio 3,5 mm, 1 x HDMI

Was kann man damit tun?

  • Man kann das Windows 8.1 verwenden. Aber es ist veraltet und bekommt schon lange keine Updates mehr.
  • Man kann Linux installieren und das Tablet vielseitig und aktualisiert nutzen.

Linux für „ältere“ Hardware

  1. Installation von Linux MX-23.6_x64 über den USB-Anschluss.
  2. Nachinstallation der Sprachpakete „deutsch“ für LibreOffice, Firefox und Thunderbird.

Die vollständige Installation nimmt 10 von 32 GB ein, der Arbeitsspeicher lastet 1 von 2 GB aus und der (eigentlich schwache Prozessor) braucht im Leerlauf 1% mit Dateimanager 8% mit LibreOffice 15% mit Firefox 20%.

Wie sieht der MX-Linux Desktop aus?

Alle Standard-Programme sind an Bord

Büro: Libreoffice für Text, Tabelle, Präsentation usw.
Einstellungen: Sehr übersichtlich
Grafik: Dokument-Scanner, Bild-Betrachter
Internet: Firefox, Thunderbird, PDF-Betrachter, Bit-Torrent
Multimedia: Player für Bild+Audio+Video, Internetradio, Webcam
Spiele: Ein paar wenige.
Systemeinstellungen
Zubehör: Zusatzprogramme, Taschenrechner, Backup, Update-Manager, Notizen, Passwort-Safe, Taskmanager, Datei-Explorer usw.

Wie ist die Bedienung?

Im Hochformat kann man den Touch-Bildschirm mit den Fingern bedienen. Eine Bildschirm-Tastatur – ebenfalls mit den Fingern bedienbar – ist auch an Bord. Eine Bluetooth-Tastatur mit Touchfeld kann sowohl das Hochformat als auch das Querformat bedienen. Der zehn Jahre alte Akku hält mehr als vier Stunden.

Was hat man davon?

  • Es ist ein Spielzeug. Und …
  • Es ist ein kleiner Computer, 400 g leicht, zum Mitnehmen. Er ist aktuell und für die schwache Ausstattung erstaunlich leistungsfähig. Für eBook lesen, Musik oder Podcasts hören, Videos anschauen, Smarthome steuern, einfache Spiele machen. Sogar Textverarbeitung ähnlich Word, Tabellen-Kalkulation ähnlich Excel und Präsentation ähnlich Powerpoint.
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