Zum Thema Informationssicherheit hat der Autor dieser Website eine Broschüre mit dem Titel Computer! Sicher? erstellt.
Vorwort
Die Anwendung von Computern ist schon schwierig genug. Jetzt soll auch noch die Sicherheit beachtet werden?
JA! Weil IT-Sicherheit und Daten-Sicherheit unverzichtbar für den Umgang mit Computern sind.
Diese Broschüre ist für die private Anwendung von Computern gedacht. Sie gibt sowohl Überblick als auch Detail-Tipps, wie die Sicherheit im Umgang mit Computern gestaltet werden kann.
Es geht hier nicht um die Frage: – Wie kann ich die Funktionen meines Computers nutzen?
Sondern um Fragen der Sicherheit: –Wie kann ich meinen Computer sicher betreiben? – Wie kann ich meine eigenen Daten schützen?
Die sicherheitsrelevanten Fragen werden anhand der zehn Phasen im Lebenszyklus eines Computers behandelt.
1. Planung 2. Beschaffung 3. Installation 4. Einstellung 5. Betrieb ohne Internet 6. Betrieb mit Internet 7. Support 8. Inspektion und Reparatur 9. Außerbetriebnahme 10. Recycling oder Entsorgung Anhang: Informationssicherheit und Datenschutz
Es gibt viele Anbieter für kostenlose und kostenpflichtige E-Mail-Dienste. Die folgende Liste ist nicht vollständig und sollte zum Zeitpunkt der Entscheidung für einen bestimmten E-Mail-Dienst selbständig überarbeitet werden.
Die Anforderungen bestehen im wesentlichen aus: Funktionen, Datensicherheit, Datenschutz und Kosten.
Funktionen
Anzahl der Postfächer, Postfachgröße, Anhanggröße, Adressbuch, Kalender, Cloudspeicher, App für Android, App für iOS, imap+smtp-Freigabe für E-Mail-Programme, Spamfilter, Werbefreiheit, Support.
Ist Linux interessant für JEDEN Computer? JA! JA! JA!
JA! Linux läuft fast jedem Computer, auch auf älteren. JA! Linux hat hohe Standards für Sicherheit und Datenschutz. JA! Linux und dessen Standardprogramme sind kostenlos.
Zusammenfassung
Linux ist ein Computer-Betriebssystem wie Windows (Microsoft), MacOS (Apple) oder ChromeOS (Google). In diesem Artikel wird untersucht, ob Linux für jeden privaten Computer einsetzbar ist.
Ein Motiv für die Verwendung von Linux sind die Vorteile: Linux läuft fast jedem Computer, auch auf älteren. Linux hat hohe Standards für Sicherheit und Datenschutz. Linux und dessen Standard-Programme sind kostenlos.
Linux kann grundsätzlich auf jedem Neu-Computer installiert werden, der für Windows geeignet ist.
Ein weiteres Motiv ist das Altgeräte-Problem: Windows erklärt weltweit Millionen von Computern für „ungeeignet“ für Windows 11. Was soll man mit den guten alten Geräten tun? Ein ähnliches Problem betrifft Alt-Laptops und Alt-PCs von Apple, die nicht mehr mit Updates versorgt werden.
Die Lösung: Linux ist grundsätzlich auf Altgeräten mit Intel- oder AMD-Prozessor installierbar. Damit kann zahllosen Altgeräten ein neues Leben geschenkt werden.
Schließlich wird dargestellt, dass es für die private Nutzung eine Vielzahl von Linux-Programmen und eine von Windows und MacOS gewohnte Arbeitsoberfläche gibt.
Linux ist kein Fußballverein, sondern ein Computer-Betriebssystem wie Windows (Microsoft), MacOS (Apple) oder ChromeOS (Google).
Linux läuft auf über 90% der Top-500-Supercomputer und auf über 60% der professionellen Server. Zitat: „Diese hohe Nachfrage ist auf die Vorteile des Produkts zurückzuführen, darunter OpenSource, niedrige Kosten, starke Leistung, Kompatibilität und Sicherheit.“
Bisher ist es im privaten Bereich mit etwa 5% verbreitet, weil nahezu alle neuen Computer mit einem vorinstallierten Windows oder iPadOS / MacOS oder Android / ChromeOS ausgeliefert werden. Wäre denn Linux für jeden privaten Computer einsetzbar?
Warum überhaupt Linux auf einem Computer?
Linux läuft auf fast jedem Computer, auch auf älteren
Linux ist sehr genügsam und braucht für flottes Arbeiten erheblich weniger Prozessorleistung, Arbeitsspeichergröße und Festplattenplatz. Deshalb läuft Linux auch auf älteren Computern, die Microsoft für „ungeeignet für Windows 11“ erklärt, obwohl sie mit Windows 10 gut zurecht kamen.
Linux hat hohe Standards für Sicherheit und Datenschutz
Sicherheit der Hardware vor Missbrauch als E-Mail-Verteiler, Server-Angreifer oder Krypto-Miner. Sicherheit von Betriebssystem und Programmen vor Manipulation zu Betrug oder Erpressung. Sicherheit der Daten vor Änderung, Löschung oder Verschlüsselung.
Linux trennt zwischen Administrator und Benutzer. Linux macht Updates nicht nur für das Betriebssystem, sondern gleichzeitig für die Programme.
Zugegeben, 100% Sicherheit gibt es nicht. Aber, es ist ein Unterschied, ob es über eine Milliarde Schadprogramme für Windows gibt, oder nur wenige für Linux.
Datenschutz bedeutet hier Schutz der persönlichen Daten und Dateien vor unerwünschtem Abgriff durch Betriebssystem, Internet-Browser, E-Mail-Programm, Office-Programm und Cloud-Speicher durch Microsoft, Apple und Google.
Linux als Betriebssystem und die Standardprogramme greifen keine Daten ab. Linux ist OpenSource, das heißt, der Quellcode ist einsehbar und prüfbar.
Linux und dessen Standardprogramme sind kostenlos
Keine Lizenzkosten, keine Abos.
Linux für Neugeräte
Nahezu alle neuen Computer, sei es Mini-PC / Desktop-PC oder 2-in-1 / Laptop oder Tablet werden mit einem vorinstallierten Betriebssystem wie Windows (Microsoft), iPadOS/MacOS (Apple) oder Android/ChromeOS (Google) ausgeliefert.
Linux läuft stabil und schnell auf fast allen Computern, auf denen Windows läuft. Bei ganz neuen Computern ist es ratsam zu prüfen, ob sie Linux-tauglich sind, weil die Hersteller in erster Linie Windows-kompatible Treiber ausliefern und Linux erst später berücksichtigen.
Das Altgeräte-Problem und die Lösung: Linux
Windows erklärt per Stand 2025/2026 weltweit Millionen von Computern zu Elektroschrott, weil sie für Windows 11 „nicht geeignet“ sind. Man kann auf diesen Computern Windows 10 weiter nutzen, aber es bekommt keine Updates mehr und gilt deshalb als unsicher.
Ein ähnliches Bild ergibt sich für die teuren Apple-Geräte. Sie bekommen 7 Jahre Updates. ChromeOS nennt 10 Jahre, allerdings ist manchmal unklar, ab wann die 10 Jahre beginnen.
Was soll man mit den guten Altgeräten machen?
Linux kann nicht auf jedem Altgerät installiert werden, aber auf sehr vielen, insbesondere auf ehemaligen Windows- und MacOS-Computern mit Intel- oder AMD-Prozessoren. Und das sind mehr als 90% aller Altgeräte. Bei Altgeräten mit ChromeOS kann man es versuchen, aber meist lohnt sich der Arbeitsaufwand nicht. Im folgenden werden nur die Computer-Arten beschrieben, bei denen eine Umstellung auf Linux aussichtsreich ist.
Mini-PCs / Desktop-PCs
Mini-PCs sind relativ kleine aber dennoch leistungsfähige Computer, die beispielsweise auf der Monitor-Rückseite befestigt werden können. Desktop-PCs sind die bekannten schwarzen Kisten, die man lieber unter den Tisch stellt. Sie sind groß, haben aber den Vorteil, dass man sie gut erweitern und mit hoher Leistung betreiben kann. Die Bildschirmgröße ist durch den externen Monitor bestimmt. Die Bedienung erfolgt über Tastatur und Maus. Einsatz: Internet, E-Mail und Medienkonsum – Büroprogramme – je nach Leistung Medienbearbeitung und Gaming.
Mini-PCs / Desktop-PCs mit Windows sind ein Volltreffer für Linux! Der Autor hat schon zahlreiche PCs von unterschiedlichen Herstellern auf Linux umgestellt. Und die Benutzer haben gesagt: „Der ist ja wieder richtig flott.“ Ein neues Leben für ein gutes altes Gerät.
Mini-PCs / Desktop-PCs von Apple mit Intel-Prozessor hat der Autor mangels Testgeräte nicht erprobt. Es wird jedoch erwartet, dass dies ebenso wie bei Laptops funktioniert.
2-in-1 / Laptops
2-in-1 / Laptops sind mobil. Die Bildschirmgröße von 10“ bis 17“ lässt eine produktive Arbeit zu. Eine Tastatur, meist mit Mousepad, ist auch vorhanden. Einsatz: Internet, E-Mail und Medienkonsum – Büroprogramme – je nach Leistung Medienbearbeitung bis leichtes Gaming. 2-in-1-Computer sind entweder – Detachables, das heißt, der Bildschirm ist abnehmbar und wie ein Tablet zu bedienen oder – Convertibles, das heißt, der Bildschirm ist bis 360° drehbar und wie ein Tablet zu bedienen mit einer Tastatur auf der Rückseite. Laptops werden oft auch Notebooks oder Ultrabooks genannt.
2-in-1 / Laptops mit Windows sind ein Volltreffer für Linux! Der Autor hat schon zahlreiche Laptops von unterschiedlichen Herstellern auf Linux umgestellt. Und die Benutzer haben gesagt: „Der ist ja wieder richtig flott.“ Ein neues Leben für ein gutes altes Gerät.
Laptops von Apple mit Intel-Prozessor sind ein Volltreffer für Linux! Dem Autor ist es ohne großen Aufwand gelungen, ein MacBook Air von 2014 auf eine SSD umzustellen und Linux zu installieren. Ein neues Leben für ein schönes altes Gerät.
Tablets
Tablets sind klein, leicht und mobil. Die Bildschirmgröße von 8“ bis 13“ kommt einem Laptop schon nahe und auch die Bildschirm-Tastatur ist einigermaßen bedienbar. Gegebenenfalls kann man eine Bluetooth-Tastatur mit Mousepad anschließen. Nutzung: Internet, E-Mail und Medienkonsum.
Tablets mit Windows und Intel-Prozessor sind ein Volltreffer für Linux! Geeignet sind insbesondere Microsoft Surface Pro (ab 2013), Microsoft Surface Go (ab 2018). Sie haben eine Touch-Oberfläche und die zugehörige Tastatur.
Wie ist denn Linux bedienbar?
Antwort für einen ehemaligen Windows-Computer: Wie Windows. Antwort für einen ehemaligen Apple-Computer: Sehr ähnlich wie MacOS.
Unter Linux ist es einfach, die Arbeitsfläche (Desktop) so zu gestalten, dass sie aussieht wie Windows oder MacOS. Und es gibt vorbereitete Installationsmedien, die nur wenige Anpassungsarbeiten wie WLAN, Drucker und E-Mail erfordern.
Die Programme heißen anders, beispielsweise LibreOffice statt Microsoft-Office, aber es können dieselben Symbole eingestellt werden. Ein wenig Umgewöhnung muss sein, aber das ist auch von Windows 10 auf Windows 11 so.
Übrigens: Wer unbedingt genau seine Adobe-Programme wie Photoshop, Premiere, Illustrator usw. braucht, möge bei seinem bisherigen Betriebssystem bleiben und alle 5 bis 7 Jahre erneut einige Hundert bis ein paar Tausend Euro investieren. Aber für die private Nutzung gibt es bei Linux ähnliche Programme, in die man sich dann einarbeiten muss.
Ein wichtiger Unterschied besteht: Änderungen am System beispielsweise bei Updates oder Programm-Installationen erfordern die Eingabe des Administrator-Passworts. Das einfache Klicken auf „Ja“ wie bei Windows genügt nicht, weil unter Linux Benutzung und Administration streng getrennt sind.
Jede Nutzung von Windows hinterlässt Dateien und Eintragungen. Diese Reste sind meist unnötig, belasten den Computer und sind ein Problem für den Schutz der persönlichen Daten. Ein beliebtes Werkzeug, um den Computer zu reinigen war CCleaner. Leider gab es in der Vergangenheit Ausspähung von Nutzerdaten, Schadprogramme und zunehmend Werbung sowie Aufdrängen von weiteren Programmen. Mit Version 7 hat der Hersteller zwar die Oberfläche neu gestaltet, aber den Funktionsumfang der kostenlosen Version reduziert.
Für Leute, die gerne bei CCLeaner bleiben. Version 6.39 ist die letzte vor Version 7. Die portable Version muss man nicht installieren, sie speichert ihre Einstellungen im eigenen Ordner. Download-Link https://download.ccleaner.com/portable/ccsetup639.zip Die Datei entpacken, den entpackten Ordner öffnen und CCleaner64.exe starten. Die Einstellungen sorgfältig wählen, insbesondere automatische Updates deaktivieren.
Glary Utilities 6 portable
Glary Utilities hat einen größeren Funktionsumfang als CCleaner und enthält sowohl klassische Reiniger, als auch Systempflege und Dienstprogramme. Auch Glary Utilities wirbt für Kaufversionen, aber der Umfang der kostenlosen Version ist sehr gut. Es gibt keine Werbung oder Aufdrängen von weiteren Programmen. Die portable Version muss man nicht installieren, sie speichert ihre Einstellungen im eigenen Ordner. Download-Link https://download.glarysoft.com/guportable.exe Die Datei starten; sie entpackt sich selbst. Integrator.exe starten und 1-Click-Maintenance wählen. Das Settings-Symbol anklicken und sorgfältig einstellen. Automatische Reinigung anklicken und 1-Click-Maintenance starten.
BleachBit
Bleachbit ist ein sehr einfacher Reiniger ohne zusätzliche Funktionen. Das Programm ist OpenSource, das heißt, Fachleute können den SourceCode einsehen und prüfen. Werbung und ähnliches gibt es nicht. Download-Link https://www.bleachbit.org/download/file/t?file=BleachBit-5.0.2-portable.zip BleachBit herunterladen und entpacken. Im entpackten Ordner BleachBit starten und sorgfältig einstellen, danach laufen lassen.
Viele Geldangelegenheiten wie Banking, Shopping, Kreditkarten-Verwaltung, Authentifizierung u.ä. sind nur noch Online zu betreiben. Dies erfordert ein Betriebssystem mit Programmen und Einstellungen, das hohe Datensicherheit und hohen Datenschutz ermöglicht.
Als Lösung wird ein Linux-Alleinsystem beschrieben.
Anforderungen/Ziele
Zuverlässigkeit
Einsetzbar für Neugeräte und neuere Gebrauchtgeräte (UEFI mit SecureBoot) sowie Altgeräte (BIOS ohne SecureBoot).
Datensicherheit
Hohe Sicherheit gegen unerwünschte Datenmanipulation (Anlage, Änderung, Löschung).
Datenschutz
Hohen Schutz gegen unerwünschten Datenabfluss.
Funktion
Grund- und Servicefunktionen. Optionale Nebenfunktionen.
Bedienung
Bedienung in Deutsch. Gewohnte Bedienoberfläche.
Leistung
Flotter Start. Flotter Betrieb.
Service
Anpassbarkeit. Sichere, aber einfache Systempflege.
USB-Banking-Stick mit einem Linux-Alleinsystem für USB-Direktbetrieb am PC/Laptop ohne Installation. Neben der hohen Grundsicherheit von Linux erfolgt der Internetzugang über den Browser Firefox. Firefox kann – bei Bedarf – mit verschiedenen Profilen arbeiten, die für die einzelnen Zieladressen auf hohe Datensicherheit und hohen Datenschutz optimiert sind.
SecureBoot ist eine Sicherheitsfunktion, die jeder Windows-Computer ab 2012 enthält. Im Jahr 2026 laufen die SecureBoot-Sicherheitszertifikate ab und werden von Microsoft (hoffentlich) automatisch erneuert. Dabei kann einiges schief gehen. Im schlimmsten Fall kommt man nicht mehr an seine Daten.
Hier ist eine dringende Handlungsempfehlung: 1. dass eine Datensicherung durchgeführt wird 2. warum und wie der Wiederherstellungsschlüssel gesichert wird 3. wie die automatische Zertifikats-Erneuerung ermöglicht wird.
Datensicherung
Wenn solche Systemeingriffe bevorstehen wird auf jeden Fall eine Sicherung der Benutzerdaten empfohlen, am besten auf ein externes Medium bspw. eine USB-Festplatte.
Wiederherstellungsschlüssel
Falls Bitlocker bei Windows Pro oder Geräteverschlüsselung bei Windows Home aktiviert ist (bei vielen Computern voreingestellt) sind die Daten auf der Festplatte verschlüsselt. Davon merkt man im Betrieb nichts, weil Entschlüsselung beim Start und Verschlüsselung beim Beenden im Hintergrund erfolgen.
Sobald die Sicherheitszertifikate erneuert sind, kann es sein, dass Windows beim Starten den Wiederherstellungsschlüssel verlangt. Wenn dieser Wiederherstellungsschlüssel für das Gerät nicht verfügbar ist, bleiben die Dateien verschlüsselt und können nicht mehr geöffnet werden.
Wenn Sie Ihr Benutzer-Konto als Lokal-Administrator betreiben, gibt es kein Microsoft-Konto und Sie müssen Ihren Wiederherstellungsschlüssel abrufen und speichern/dokumentieren.
Wenn Sie ihr Gerät mit einem Microsoft-Konto betreiben, ist der Wiederherstellungsschlüssel bei Microsoft unter Ihrem Konto gespeichert. Allerdings brauchen Sie zum Zugang dann ein anderes Gerät und Ihre Microsoft-Anmeldedaten. Auch hier ist es also ratsam Ihren Wiederherstellungsschlüssel abzurufen und zu speichern/dokumentieren.
Wiederherstellungsschlüssel sichern
Der Wiederherstellungsschlüssel ist eine 48-stellige Zahlenfolge.
Windows Pro nennt die Verschlüsselung Bitlocker. Den Wiederherstellungsschlüssel findet man so: Im Suchfeld Bitlocker eingeben > Klick auf Bitlocker verwalten > Wiederherstellungsschlüssel sichern. Von den verschiedenen Optionen wird (vom Autor dieses Beitrags) Drucken empfohlen, am besten 2 x und an unterschiedlichen Stellen aufbewahren.
Windows Home nennt die Verschlüsselung Geräteverschlüsselung. Den Wiederherstellungsschlüssel findet man so: cmd als Administrator starten > eingeben Manage-bde -protectors -get %systemdrive% Von den verschiedenen Optionen wird (vom Autor dieses Beitrags) Drucken empfohlen, am besten 2 x und an unterschiedlichen Stellen aufbewahren.
Zertifikats-Erneuerung
Prüfung und Folgerung: Ist SecureBoot aktiv?
Tasten [Windows]+[R] gleichzeitig drücken > msinfo32 eingeben > in der Tabelle die Zeile „Sicherer Start“ suchen.
Wenn dort „Aus“ steht, hat das Gerät kein SecureBoot oder SecureBoot ist nicht aktiviert. Von der Zertifikats-Erneuerung ist das Gerät nicht betroffen, aber es verwendet diese Sicherheitsoption nicht. Wenn dort „Ein“ steht, ist SecureBoot aktiv.
Voraussetzung, damit die SecureBoot-Zertifikate erneuert werden können.
Für den Austausch ist die Übermittlung der Diagnosedaten an Microsoft erforderlich.
Prüfung und Folgerung: Übermittlung der Diagnosedaten
Start (Windows-Symbol) > Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Diagnose und Feedback
Wenn dort „Ein“ steht, werden die Zertifikate automatisch erneuert. Wenn dort „Aus“ steht, ist eine ANPASSUNG erforderlich, die per Fernwartung oder am Kundenort vorgenommen werden muss.
Immer mehr Bank-Aktivitäten werden online durchgeführt. Sei es, weil es keine Filiale mehr gibt oder weil man nur abends Zeit hat oder weil es von zuhause bequemer ist.
Dieser Artikel zeigt, wie Sie Ihr Online-Banking sicherer gestalten können.
Ist denn Online-Banking sicher?
100% Sicherheit gibt es nicht. Aber man kann Online-Banking sicherer und mit besserem Datenschutz machen.
Der Artikel stammt aus 2024. Ist es heute besser? Hoffentlich!
Also: Was kann man tun?
Verwenden Sie den richtigen Browser.
Verwenden sie nicht: – Chrome (weil Google zuschaut). – Edge (weil Microsoft zuschaut). – Safari (weil Apple zuschaut). Manche dieser Browser blockieren Schutzmaßnahmen, weil sie durch Werbung und Weitergabe oder Verwertung IHRER Benutzerdaten Geld verdienen wollen.
Verwenden Sie: Firefox von Mozilla. Firefox lässt sich sehr gut „härten“, das heißt sicherer machen, und die Organisation Mozilla ist groß genug, um zeitnahe, qualifizierte Aktualisierungen sicherzustellen.
Verwenden Sie für Ihr Banking ein eigenes, getrenntes, gehärtetes Firefox-Profil.
Das Konzept ist: + Machen Sie Ihren normalen Internetbetrieb mit Ihrem normalen Browser – vorzugsweise Firefox. + Machen Sie Ihr Online-Banking mit einem eigenen, getrennten, gehärteten Profil mit Firefox.
Wie macht man ein eigenes, getrenntes, gehärtetes Profil?
In Firefox ein zusätzliches Profil anlegen. Danach auf Ihrer Arbeitsoberfläche eine eigene Verknüpfung erstellen. >>> Das schützt Sie gegen Eingabefehler.
Als Startseite direkt Ihre Bankseite einstellen. >>> Das schützt gegen Typosquatting, d.h. gegen Domains, die Sie bei einem Tippfehler auf eine betrügerische Seite leiten.
In Firefox das Addon uBlock installieren. >>> Das schützt Sie gegen Werbebanner und deren Datenverkehr, Werbetracker, Datenabfluss und Fingerprinting.
In Firefox das Addon NoScript installieren. NoScript blockiert Skripte. Das sind Javascript-Programme, die in Ihrem Webbrowser laufen und die besuchte Webseite interaktiv = bedienbar macht. >>> Das schützt Sie gegen unerwünschte oder sogar gefährliche Programme, die für Sie unsichtbar laufen. Funktioniert dann die Banking-Seite? Ja, denn Sie können deren Skripte freigeben, alle anderen Skripte sind gesperrt.
Einstellungen für hohe Sicherheit und hohen Datenschutz. >>> In Firefox gibt es viele und leicht zugängliche Einstellungen, die Ihnen höhere Sicherheit und höheren Datenschutz einrichten.
Option: Verwenden Sie Linux als Betriebssystem
Hinter den bekannten Betriebssystemen stecken US-Techkonzerne mit ihren eigenen Interessen und dem US-Rechtssystem: – Windows von Microsoft, – MacOS/iOS von Apple, – ChromeOS von Google.
Linux ist ein eigenes, unabhängiges Betriebssystem mit einer eigenen, weltweiten Community.
Linux ist führend im Bereich Server und hat inzwischen sehr gute Systeme für Privatanwender.
Linux braucht wenig Ressourcen und liefert auch bei älteren Geräten, die für Windows 11 laut Microsoft „nicht mehr geeignet sind“ sehr gute Leistungen. Damit wird Ihr Geldbeutel geschont, weil Sie kein neues Gerät kaufen müssen. Ebenso wird Elektroschrott vermieden.
Linux und alle Standardprogramme sind kostenlos. Auch damit wird Ihr Geldbeutel geschont.
Linux hat ein hohes Sicherheits- und Datenschutzniveau.
Wenn Sie beispielsweise einen älteren Laptop haben, könnte man darauf Linux installieren – einschließlich der vorgenannten Einstellungen – und damit einen Banking-Computer machen.
Betrifft mich das? Vielleicht. Und was heißt das für mich? Im schlimmsten Fall können Sie Ihren Computer nicht mehr betreiben und kommen nicht mehr an Ihre Daten. Der Beitrag beschreibt Sofortmaßnahmen und gibt Hintergrundinformationen.
Was soll ich als Sofortmaßnahme machen?
Deaktivieren Sie Bitlocker (bei Windows … Pro) bzw. Geräteverschlüsselung (bei Windows … Home). Das betrifft Windows 10 ebenso wie Windows 11.
Ein paar Hintergrundinformationen.
Was ist Bitlocker bzw. Geräteverschlüsselung?
Bitlocker bzw. Geräteverschlüsselung verschlüsseln die Dateien auf Ihrem Computer. Das erscheint zunächst sinnvoll, weil damit Ihre Daten vor Fremdzugriff geschützt sind. Das Verschlüsseln und Entsperren erfolgt automatisch und Sie merken nichts davon.
Wenn dann Bitlocker bzw. Geräteverschlüsselung aktiviert ist, gibt es ohne Wiederherstellungsschlüssel keinen Zugang und keine Daten.
Haben Sie Ihren Wiederherstellungsschlüssel?
Nein? Damit sind Sie nicht allein, so geht es fast allen Windows-Benutzern. Und bei vielen PCs und Laptops/Notebooks ist Bitlocker bzw. Geräteverschlüsselung im Auslieferzustand aktiviert. Damit wären alle diese Geräte betroffen. Vorsichtshalber Bitlocker bzw. Geräteverschlüsselung deaktivieren.
Ist das nur bei diesem Update ein Problem?
Leider nein. Microsoft tauscht seit einiger Zeit Sicherheitszertifikate aus, die nach einer gewissen Dauer (fünf Jahre?) ungültig werden. Von dieser Umstellung kann auch der Wiederherstellungsschlüssel betroffen sein.
Wenn man aber diese Verschlüsselung verwenden will, was muss man tun?
1. Aktivieren Sie Bitlocker bzw. Geräteverschlüsselung. 2. Sichern Sie Ihren Wiederherstellungsschlüssel bspw. in Ihrem Microsoft-Konto oder auf einem USB-Stick oder durch Ausdrucken. Nicht auf der PC-Festplatte, sonst ist er ja verschlüsselt und Sie kommen nicht mehr ran.
Microsoft hat gemeldet: „Windows 10 bekommt ab 14.10.2025 keine Sicherheitsupdates mehr“.Was heißt das? Wenn Windows keine Sicherheitsupdates mehr bekommt, gilt es als unsicher und angreifbar. Natürlich kann man es weiterhin einsetzen, solange es funktioniert. Man sollte es allerdings nicht mehr für Geldangelegenheiten verwenden wie Online-Banking, -Shopping, Kreditkarten- und Zahlungs-Verwaltung. UPDATE: Inzwischen gab es eine Verlängerung bis Oktober 2026 und danach bis Oktober 2027. Das Problem ist aber nicht gelöst, sondern nur verschoben. Dieser Beitrag zeigt auf, welche Alternativen es gibt und was dabei zu beachten ist.
Die Übergangslösung
Microsoft bietet für Benutzende im EWR (Europäischer Wirtschafts Raum) eine kostenlose Verlängerung der Sicherheitsupdates für Windows 10 um ein Jahr an. Die ESU-Registrierung (Extended Security Updates) erfordert ein Microsoft-Konto. Wenn man noch keines hat, kann man es selbst anlegen. Die Updates kann man über die Nutzung des Microsoft-Kontos abrufen. Auch dies muss immer wieder spätestens nach 60 Tagen stattfinden.
Was soll ich tun? Welche Alternativen gibt es?
Ein Klick auf das Bild zeigt es größer.Ein Klick auf das Bild zeigt es größer.Ein Klick auf das Bild zeigt es größer.
Vorsicht! Es werden gebrauchte Geräte mit Windows 11 angeboten, die jedoch die Anforderungen von Microsoft nicht erfüllen und möglicherweise nicht dauerhaft funktionieren. Zitat Microsoft: „Dieser PC erfüllt die Mindestsystemanforderungen für die Ausführung von Windows 11 nicht. Diese Anforderungen tragen dazu bei, eine zuverlässigere und qualitativ hochwertigere Benutzererfahrung zu gewährleisten. Die Installation von Windows 11 auf diesem PC wird nicht empfohlen und kann zu Kompatibilitätsproblemen führen. Wenn Sie mit der Installation von Windows 11 fortfahren, wird Ihr PC nicht mehr unterstützt und ist nicht mehr zum Empfang von Updates berechtigt. Schäden an Ihrem PC aufgrund unzureichender Kompatibilität fallen nicht unter die Herstellergarantie.“ Quelle: https://support.microsoft.com/de-de/windows/installieren-von-windows-11-auf-ger%C3%A4ten-die-die-mindestsystemanforderungen-nicht-erf%C3%BCllen-0b2dc4a2-5933-4ad4-9c09-ef0a331518f1